Entnazifizierung

 

Kriegsgefangenenlager Sinzig

Seit Ende des Krieges 1945 ist das Hakenkreuz verboten und darf somit nicht mehr öffentlich gezeigt werden. Um die Koppel noch als Gürtel tragen zu können, wurden die Koppelschlösser in der Nachkriegszeit entnazifiziert. Dies gilt für die Millionen Kriegsgefangenen aber auch für die Zivilbevölkerung, die zunächst auf Wehrmachtsmaterial zurückgreifen mußte, da es nichts anderes gab.

Ein eigenes Kapitel widmet sich den Umbauten in sämtlichen Epochen.

Viele Koppelschlösser wurden einfach abgeschliffen, oder mit einfachen Methoden des Hakenkreuzes entledigt.

Stark getragene Aluschlösser haben sich sogar durch den stärkeren Verschleiß des Materials "natürlich" entnazifiziert.

Eine sehr effektiver Art der Entnazifizierung bei einem Eigentumsstück aus Aluminium.

Das das Schloß noch benutzt wurde, erkennt man daran, daß die durch das Medaillon abgedeckte Fläche ebenfalls zerkratzt ist.

Es gibt auch kunstvollere Varianten. Hier wurde vorsichtig der gesamte Adler entfernt. 

Paradoxerweise handelt es sich hier um ein Koppelschloß der Reichswehr, das gar kein Hakenkreuz führt.
Vermutlich wurden diese Varianten mehr im zivilen Bereich getragen.

Hier ein Koppelschloss, wie es 1946 bis 1955 von der Polizei im britischen Sektor getragen wurde. Anfangs wurde alte Wehrmachtskoppelschlösser aptiert, da man nichts anderes hatte. Später wurde dann vermutlich nachgefertigt, wie dieses Exemplar. 

Auch dieses Schloss wurde nicht von Strafeinheiten der Wehrmacht getragen!

Nach Ende des Krieges wurden Schlösser aus Restbeständen von den Herstellerfirmen umgeprägt und dann verkauft.

Die Annahme, es handele sich bei solchen Schlössern um Versionen für Straf- oder Bewährungseinheiten ist falsch. Von diesen Schlössern gibt es sehr viele Kopien, die dann gerne als Koppelschlösser aus Strafeinheiten angeboten werden.

Die ersten Polizeitruppen mußten auch auf Wehrmachtsschlösser zurückgreifen. Dieses wurde in Bayern getragen. Das Edelweiß ist mit Nägeln befestigt worden. Ähnliche Stücke gibt es auch aus Sachsen, hier wurde dann eine Kokarde mit sächs. Landeswappen aufgeklammert.

Später wurde das Edelweiß in das Schloß eingeprägt.

Weitere Varianten unter Umbauten.

Bei diesem Wehrmachtschloss wurde die Mitte des Motivs ausgestanzt und durch ein aufgeklammertes, neutrales Motiv ersetzt.

Weitere Varianten unter Umbauten.

Bei diesem Koppelschloss handelt es sich um ein umgeprägtes Wehrmachts- koppelschloss. Die Brustfedern des Reichsadlers sind noch an den Blüten zu erkennen. Das Schloss wurde anschließend von den Polizeitruppen in Bayern getragen.

 

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